Uhrzeit

Ulti Clocks content

MG-Ufhusen Logo

Reisen und andere Gesellschaftliche Anlässe
Samstag, 17. Mai 2008 um 17:09
Zur Pflege der Kameradschaft und Gemütlichkeit wurden zahlreiche Ausflüge und Reisen unternommen. Ein erster ausführlicher Reisebericht findet sich in den Protokollbücher datiert mit 18. Juli 1926. Der Verein entschloss sich aus den vom Vorstand unterbreiteten Möglichkeiten Wägital, Rigi oder Berner Oberland ins Berner Oberland zu reisen. Dazu steht geschrieben:

Nach angeregter Diskussion wurde endlich beschlossen, eine Reise ins Berner Oberland zu unternehmen, welche Donnerstag den 18. Juli ausgeführt werden soll, falls es dann die Witterung erlaube.

Die Witterung schien ein entscheidender Faktor gewesen zu sein. Die Wetterbeobachtungen sind peinlich genau beschrieben.

Bald nach 2 Uhr Nachts standen 2 Mitglieder vor einem Haus und blickten verlegen zu dem mit Wolken überdeckten, schwarzen Himmel hinauf. Jedesmal wenn ein kleines Sternlein durch die Wolken blitzte wurde ihre Hoffnung auf einen schönen Tag grösser.

Der Ausflug konnte dann wie geplant durchgeführt werden und es soll sehr schön gewesen sein.

Wir nahmen Abschied von einander mit dem Gefühl ein wirklich genüsslicher Tag erlebt zu haben.

Da solche Ausflüge stets Ebbe in der Vereinskasse hervorriefen, versuchte man erstmals im Jahre 1928 einen Maskenball und ein Waldfest durchzuführen, um die Kasse wieder zu stärken. Diese beiden Anlässe genossen grosse Beliebtheit und sollen sich glänzend bewährt haben. Zum Maskenball vom 27. Januar 1937 liest man:

Der am 27. Januar abgehaltene Maskenball bewährte seine alte Anziehungskraft. Der vergrösserte Kreuzsaal mochte die Leute fast nicht zu fassen, waren doch alle Gewiss, eine recht gemütliche Nacht zu verbringen.
 
Gründung und Organisation
Samstag, 17. Mai 2008 um 17:08
Die jetztige Musikgesellschaft Ufhusen wurde am 20. Januar 1902 von zwölf Gründungsmitgliedern gegründet. Die Instrumente wurden zuerst nur gemietet und die Direktion dem Dorflehrer übertragen.

Im Jahre 1919 unterzeichneten 15 Mitglieder des Musikvereins die ersten Statuten. In den Statuten ist unter Artikel 1 „Zweck“ sinngemäss beschrieben: Unter dem Namen „Musikgesellschaft Ufhusen“ besteht in Ufhusen ein politisch neutraler Verein, der seinen Zweck hat, mit seinen Mitgliedern zur Pflege des gesellschaftlichen Lebens Instrumentalmusik auszuüben und dadurch zur Verschönerung von öffentlichen Anlässen beizutragen“. Ein ganz besonders auffälliger Artikel war der vermutlich absichtlich mit der Zahl 13 bezeichnete „Bussen“ in dem beschrieben ist:

Es treten folgende Bussen in Kraft:

Für unentschuldigte und ungenügend begründete Abwesenheit

a an Übungen 60 Rappen

b an Ausflügen 10 Franken.

Ohne triftigen Grund um mehr als 15 Minuten zu spät erscheinen bezahlen:

a an Übungen 30 Rappen

b an Aufführungen 2 Franken.

Zum Thema Absenzen wurde an der Generalversammlung vom 18 Juli 1928 eine weitere radikale Massnahme beschlossen: Da der Probenbesuch immer mehr und mehr vernachlässigt wurde, stellte Präsident Wüest den Antrag, wenn von jetzt an ein Aktivmitglied die Probe mehr als drei mal unentschuldigt verfehlt, hat die Musikgesellschaft das Recht ein solches Mitglied sofort von der Gesellschaft auszuschliessen. Nach heftiger Diskussion wurde dieser Antrag einstimmig genehmigt.

Im Jahre 1924 schlossen sich Musikgesellschaft und gemischtem Chor zu einer Theatergesellschaft zusammen. An den Musikkonzerten wurde jeweils neben dem musikalischen Teil auch noch ein Theaterstück aufgeführt. Dasselbe Vorhaben bestand 1949 mit dem Cäcilienverein. Aus dem Protokoll der Vorstandssitzung vom 15. November 1949 ist zu entnehmen:

An der Musikprobe von gestern war der Vorschlag gefallen 2 Jahre zu probieren und nachher einen definitiven Beschluss zu fassen. Der Antrag erreichte aber die Mehrheit bei der Abstimmung nicht. Nun werde die Pro und Contra nochmals gründlich erwogen und mehr und mehr zeigt es sich aber, dass getrennte Spielweise für unsere Gesellschaft vorteilhafter ist. Man einigte sich darauf dem Cäcilienverein eine diplomatische Absage zu erteilen, damit sie nicht als Korb aufgefasst werden könnte.